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18.03.2008, 17:01:13 Uhr

Kein G8 an der Waldorfschule

Chance zur individuellen Entwicklung


ROTTWEIL, 18. März (pm) - Über neun Jahre hinweg begleitete der Erziehungswissenschaftler Professor Volker Ladenthin eine Lerngruppe an einem Bonner Gymnasium. Die Studie führte die Beobachter zu der Erkenntnis, wie unerwartet sich einzelne Schüler entwickeln. „Das Verhalten von Schülern und ihre Leistungsfähigkeit lassen sich überhaupt nicht vorhersagen“. So formuliert Volker Ladenthin die drängenste Erkenntnis aus der Langzeitstudie. Auch die Differenz zwischen Lehrerprognosen über Schüler und deren tatsächliche Entwicklung im Laufe der Jahre wird in dieser Studie sichtbar. Die Schüler selbst waren erstaunt, wer nun den Weg zum Abitur schaffte und wer einen anderen Abschluss machte. Diese Chance für Schüler, ihre ganz eigene Entwicklung gehen zu können, bietet Waldorfpädagogik und die junge Waldorfschule in Rottweil, die im Sommer mit einer 1. Klasse begonnen hat und im Laufe der kommenden Jahre sich zu einer voll ausgebauten Schule mit 13 Klassen entwickeln wird.

Es wird keine Beurteilung abgegeben, welcher Schultyp nach Klasse 4 gewählt werden muss , die Schüler können in einem Klassenverband von Klasse 1 bis 12 bleiben, um in der Oberstufe, nach dem Ausreifen von Befähigungs- und Leistungskompetenzen in Zusammenarbeit mit Lehrern, Schülern und Eltern zu entscheiden ,ob ein Abitursabschluss vom jeweiligen Schüler geleistet werden kann oder, ob zuvor ein Hauptschul- oder Realschulabschluss oder die Fachhochschulreife in Frage kommen.

Während dieser zehn bis zwölf Jahre haben die Schüler die Möglichkeit der Entwicklung ihrer kognitiven, emotionalen, musischen und sozialen Intelligenz.

Bereits in der Unterstufe bietet die WDS Rottweil zusätzlich zu den sonst bekannten Unterrichtsfächern 2 Fremdsprachen in Form von Englisch und Französisch an. Handarbeit für Jungen und Mädchen hat ebenso seinen Stellenwert im Lehrplan, wie Musik, Eurythmie(ein Bewegungsfach), und Spielturnen. Mit viel Bewegung , sprachlicher Schulung , musikalischen Elementen und Flöten, beginnt der Unterricht jeden Morgen in der WDS in Rottweil.

Ab dem dritten Schuljahr erweitert sich der Fächerkanon mit jedem neuen Schuljahr. Eine Feldbau und Hausbauepoche in der dritten Klasse findet ihr Pendant im Gartenbauunterricht ab Klasse 6. Auch Werken, Schreinern, Buchbinden, Spinnen, Weben, Korbflechten, Töpfern, Bildhauen, Kupfertreiben und Schmieden erweitern den Kanon der herkömmlichen Fächer, die natürlich auch in der Waldorfschule ihren festen Platz im Stundenplan haben.

Dem Kunstunterricht wird durch Bildhauen und Plastizieren zusätzlich zu den unterschiedlichen Techniken im Bereich Grafik und Malerei ein besonderer Stellenwert eingeräumt. Über die Schuljahre verteilt findet ein Landwirtschafts-, Sozial-, Berufsfindungs- und Feldmesspraktikum statt um die Schüler an eine breite Basis für Ihr späteres Leben heranzuführen.

Das Theaterspiel steht im Mittelpunkt der Klassen 1-12. Bereits die Kleinen üben sich in überschaubaren Stücken, die im Laufe der Jahre an Umfang und Anspruch zunehmen. Hier werden Kreativität, Sozialkompetenz und Sprachschulung in hohem Maße Unterstützt und gefördert.

„Überhaupt sei Klasse 8 ein Wendepunkt“, erklärt Volker Ladenthin und hebt in seiner Studie hervor, welche Meilensteine der Entwicklung selbst durch einen Zeitraum von der Länge der Sommerferien möglich sind. Die 8. Klasse als Wendepunkt der Entwicklung ist eine der Grundlagen des Lehrplanes der Waldorfpädagogik, in der eine Klasse von 1- 8 von einem Klassenlehrer unterrichtet und begleitet wird.

Die Zusammenarbeit mit den Fachlehrern ist selbstverständlich und wird durch wöchentliche pädagogische. Konferenzen unterstützt. Die G8-Diskussion wird in der Waldorfschule momentan nicht geführt, da hier das Abitur noch im 13.Schuljahr abgelegt wird.

Zu weiteren Informationen über die Über neun Jahre hinweg begleitete der Erziehungswissenschaftler Professor Volker Ladenthin eine Lerngruppe an einem Bonner Gymnasium. Die Studie führte die Beobachter zu der Erkenntnis, wie unerwartet sich einzelne Schüler entwickeln. „Das Verhalten von Schülern und ihre Leistungsfähigkeit lassen sich überhaupt nicht vorhersagen“. So formuliert Volker Ladenthin die drängenste Erkenntnis aus der Langzeitstudie. Auch die Differenz zwischen Lehrerprognosen über Schüler und deren tatsächliche Entwicklung im Laufe der Jahre wird in dieser Studie sichtbar. Die Schüler selbst waren erstaunt, wer nun den Weg zum Abitur schaffte und wer einen anderen Abschluss machte. Diese Chance für Schüler, ihre ganz eigene Entwicklung gehen zu können, bietet Waldorfpädagogik und die junge Waldorfschule in Rottweil, die im Sommer mit einer 1. Klasse begonnen hat und im Laufe der kommenden Jahre sich zu einer voll ausgebauten Schule mit 13 Klassen entwickeln wird.

Zu weiteren Informationen über die Waldorfpädagogik und die Waldorfschule Rottweil findet am 4.04.08 von 17.00 - 20.00 in der Waldorfschule Rottweil Königstr.39 Tel. 0741-174 888 90 statt. Um 18.00 Uhr findet eine Schulführung statt. Der Anmeldeschluss für die zukünftigen Erstklässler ist der 11. April.









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