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HOMEPAGE > AUTO Zukunftsweisend nennt ihn Herrsteller VW: Der "Concept BlueSport". Foto: pm
14.01.2009, 13:01:35 UhrBei der Detroiter Autoshow brillierten VW und Mercedes mit technischem Fortschritt Von der Leitmesse zur Leid-MesseEines muss man den derzeit arg gebeutelten Autobossen lassen: Sie stießen in der zweiten Januar-Woche knallhart vor ins Auge des Hurrikans. Die in den letzten Jahren zur Leitmesse gewachsene Detroit Motorshow, die dem Internationalen Genfer Automobilsalon den Premierenrang streitig machen wollte, ist freilich – so berichten Fachkorrespondenten – zur Leid-Messe geworden und mancher US-Aussteller präsentierte sich im tristen Büßergewand. Beispielsweise stand im Mittelpunkt des einstmals größten Autohersteller der Welt, General Motors, ein nahezu nackter Motor. Der 1.4-Liter soll 2010 das Model Chevrolet Cruze antreiben und Zeichen setzen: Ja, wir haben es auch kapiert, neue, energiesparende Motoren gehen auch zwei Nummern kleiner, wenn die Motorsteuerung optimiert wird. So, wie es beispielsweise die Wolfsburger mit ihren neuen benzinsparenden Vierzylindern längst in Serie produzieren. Kleiner, blasser, weniger aufwändig seien die Messestände gewesen. Und auch die üblichen After-Show-Parties fielen dem Rotstift zum Opfer. So lud Mercedes-Chef Dieter Zetsche abseits der Messe in ein gerade eröffnetes Hotel zum „Neujahrs-Empfang“ und zeigte den internationalen Medien das Auto, auf das die derzeit kurzarbeitenden Stuttgarter ab Mitte 2009 große Hoffnungen setzen: Die neue E-Klasse, das Brot- und Butterauto aus Sindelfingen. Es soll erstmals in Genf ausgestellt werden und kann danach auch bestellt werden. Startpreis 41 590 Euro, - die Topversion kostet rund 70 000 Euro. Mercedes-Sprecher Wolfgang Zanker: „Damit liegen die Preise trotz umfangreicherer Ausstattung, neuer Motoren und modernerer Technik auf dem Niveau des Vorgängermodells. Zum Verkaufsstart beinhaltet das Modellprogramm der neuen E-Klasse zehn Limousinen mit Vier-, Sechs- und Achtzylindermotoren, die bis zu 23 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. Zwei weitere Vierzylindermodelle mit neuen Benzin- und Dieseleinspritzern werden ab Herbst 2009 lieferbar sein.“ Zumindest die neuen, zum Teil optionalen Technik-Bausteine werden die neue E-Klasse zum weltweit sichersten Auto machen. So erkennt das Auto , ob der Fahrer müde ist oder passt die Stoßdämpferwirkung den jeweiligen Umständen an. Einen Tag später trumpfte VW-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn in Detroit auf und verkündete: „Der Volkswagen Konzern hat im vergangenen Jahr weltweit 6,23 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert (Vorjahr 6,19 Millionen; +0,6 Prozent) und damit eine neue Bestmarke erreicht.“ Man habe im schwierigen Jahr 2008 mehr Fahrzeuge ausgeliefert als jemals zuvor. Das zeige, dass sich die Mehrmarkenstrategie des Konzerns bezahlt mache und „unsere junge, attraktive Modellpalette bei den Kunden weltweit ankommt“, so Winterkorn. Zugleich zeigte VW den neuen „Clean Diesel“ V6 TDI, der in allen 50 Bundesstaaten der USA im Touareg verkauft werden soll. Er leistet 165 kW und kommt in der Stadt mit 18 Mpg (13,7 l/100 km) aus, auf dem limitierten Highway mit 25 Mpg (9,4 l/100 km). Auch der in Amerika beliebte „Jetta“ hat einen sauberen Diesel mit 103 kW und wird mit 1300 Dollar staatlich gefördert. Schließlich stellten die Wolfsburger noch einen kompakten Roadster vor als „Concept BlueSport“. Der 226 km/h schnelle Zweisitzer mit 132 kW-Diesel-Motor soll nur 4,3 Liter Diesel brauchen und wurde bei der Vorstellung als Demonstration modernen Automobilbaus bezeichnet. Die große Hoffnung der breiten Autowelt auf massenhaft kaufbare Elektro- oder Hybrid-Autos wurde einmal mehr enttäuscht. Allerdings nehmen die gezeigten Studien und Prototypen konkretere Formen an und auch die noch zu überbrückenden Entwicklungszeiten scheinen kürzer zu werden. |
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