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12.03.2010, 08:23:05 Uhr


Doch keine Kürzungen in Ganztagesbereich

Begrüßungsgeschenk der neuen Kultusministerin?


KREIS ROTTWEIL, 12. März (mm/him) - Für Erleichterung sorgte die Ankündigung des Kultusministeriums diese Woche, die geplanten Stellenkürzungen im Ganztagesbereich an sogenannten "Brennpunktschulen" zurückzunehmen. Betroffen hätte dies in Schramberg die Graf-von-Bissingen-Schule und in Rottweil die Konrad-Witz-Schule (KWS).

"Das Kultusministerium gewährt Ganztagsschulen mit besonderer pädagogischer und sozialer Aufgabenstellung auch für das Schuljahr 2010/11 die bislang zugewiesenen Lehrerwochenstunden. Diese so genannten Alterlassschulen, die zwischen 1995 und 2006 eingerichtet wurden, erhalten mehr Lehrerwochenstunden pro Ganztagesklasse als Schulen, die nach neuem Landeskonzept seit 2006 eingerichtet wurden. An Hauptschulen stehen zwei, an Grundschulen vier Stunden zusätzlich bereit. ", heißt es in der Pressemitteilung aus Stuttgart, die am Dienstag früh die NRWZ-Redaktion erreichte - ein Begrüßungsgeschenk der neuen Kultusministerin?

"Für uns hätte das einen halben Lehrauftrag weniger bedeutet", sagt Willy Schmidt, Rektor der KWS. "Das hätte empfindlich ins Kontor geschlagen!" Große Sorgen hatte man an seiner Schule um das bisherige Ganztagesangebot. "Das hätten wir nicht mir Ehrenamtlichen aufrecht erhalten können", so Schmidt, die bisherigen Säulen wären zusammengebrochen. Denn nur mit festangestellten Lehrkräften sei ein verlässliches Ganztagesangebot zu realisieren - eine Erzieherin, die auf Honorarbasis arbeite, sei eben weg, wenn sie eine feste Stelle angeboten bekomme.

„Mit der jetzigen Ankündigung ist das Problem noch nicht ganz vom Tisch, sagt der Schulleiter der Graf-von Bissingen-Schule in Schramberg, Karsten Krawczyk. Denn die Rücknahme der Kürzung gilt nur für das kommende Schuljahr. Bis nach der Landtagswahl also. „Aber wir können in Ruhe das nächste Schuljahr planen.“ Er wünscht sich, dass man den Ganztagsschulbereich ausbaut: „Wir haben die pädagogischen Konzepte dafür.“ Er erinnert daran, dass das Land stets den Ausbau der Ganztagesschulen gefordert habe. Man sollte das kommende Jahr nutzen und Schulen und Schulträger sollten schauen, ob man an den Konzepten noch nachbessern kann.

Nach dem Artikel in der NRWZ zum Wochenende hatte der Schramberger Gemeinderat über das Thema diskutiert, es war geplant, Rektor Krawczyk einzuladen, damit er über die Konsequenzen berichten könne, falls der Kürzungsbeschluss umgesetzt würde.





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